Komfortables Wachstum

Du liebst „Business as usual“? Verständlich, denn dann bewegst du dich in deiner Komfortzone. Hier kennst du dich aus, bist sicher und agierst kompetent. Doch das war nicht immer so, du bist in diese Zone hineingewachsen und so ist sie das Ergebnis deiner bisherigen Lern- und Entwicklungsgeschichte.

Das Leben in dieser Zone fühlt sich für mich an wie „Alles ist in Ordnung.“ „Angenehm“, „überschaubar“, „gleichförmig“, „Das bekomme ich hin.“… Wie lebt es sich in deiner Komfortzone?

Weiterentwicklung und Wachstum liegen jedoch außerhalb dieser Zone. Dafür musst du etwas denken und v.a. tun, was für dich neu ist. Im (Kleinst-)Kindesalter warst du darin absolute/r Expert:in, hast in kürzester Zeit motiviert neue Schritte und Sprünge gemacht. Jetzt im Erwachsenenalter entscheidest du dich jeden Tag (un-)bewusst dafür oder dagegen, weiter zu wachsen und Neues zu lernen.

Komfortzone neu definiert
Ich habe den Begriff für mich neu definiert als „Komm-fort-Zone“ bzw. „Komm-vor-Zone“. Das beinhaltet für mich folgende Aspekte:
_ etwas (Vertrautes, Altbekanntes) loslassen
_ Fortkommen im Sinne von Vorankommen
_ mich Neuem zuwenden
_ nach vorne bzw. nach draußen gehen
_ mich zeigen
_ voran gehen
_ Dinge neu, auf andere Weise machen

Vielleicht helfen diese Gedankenspiele, dich auch mal wieder aus der Komfortzone zu wagen.

Durch das Hineingehen in die Wachstumszone betrittst du Neuland. Du gewinnst eine neue Perspektive, Erfahrungen, entwickelst neue Fähigkeiten und lernst dich selbst neu kennen. Du erweiterst die Grenzen deiner Möglichkeiten und damit auch deine Komfortzone. „In wachsenden Ringen“ zu leben, wie es Rilke so wunderschön beschreibt, macht offen und weit.

Irgendwann, nach vielen Wiederholungen, wird der ehemals neue Zustand zu deiner neuen Komfortzone und du darfst dich wieder weiter nach draußen wagen.

Wenn du deine Situation und deine tiefsten Wünsche anschaust: Welcher Schritt steht nun für dich an?

Die Komfortzone als Wachstums-Unterstützerin
Der (zeitweise) Rückzug in die Komfortzone unterstützt dein Wachstum, was ihr eine wichtige Daseinsberechtigung gibt. Denn neben der Anforderung in der Wachstumszone brauchst du (vergleichbar wie beim Muskeltraining) ebenso die Entspannung bzw. den Rückzug in die Komfortzone. Hier kommst du wieder „runter“, erholst dich, kannst die Eindrücke, das Neu-Gelernte sortieren, in tiefere Schichten deines Gedächtnisses bzw. deines gesamten inneren Systems sinken und sich verwurzeln lassen.

Nur in Kombination, im Wechsel entsteht letztlich die Magie des persönlichen Wachstums.

Wer sich dauerhaft außerhalb der Komfortzone bewegt, wird sich selbst überfordern. Deshalb ist ein Rückzug, das Auftanken und Verarbeiten immens wichtig. Und dann heißt es wieder mutig hinaus zu gehen. Das bedeutet: zu gehen, mit bzw. trotz der Angst. Genau das ist der Punkt.

Übergänge
Genau hier, am Übergang zur Wachstumszone entsteht meiner Erfahrung nach eine besondere Energie. Sie entzündet einen Funken, entflammt und gibt den nötigen Antrieb für den Sprung über die Angst (bzw. das Unbehagen) – hinein ins Neue.

Alles Gute und viel Freude bei deinem nächsten Ausflug in die Wachstumszone, ob als Schrittchen oder als Sprung.

Herzliche Grüße
Christina